”Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.”
Bertolt Brecht

Vorbericht az München

Die Münchner Kickboxerin will jetzt in der dritten Gewichtsklasse einen WM-Titel holen. „Ich habe im Training viel geschwitzt, gelitten und geblutet!“
München – Julia Irmen will den WM-Hattrick: Die 30-jährige Profi-Kickboxerin kann im Münchner Postpalast die erste Frau werden, die zeitgleich Weltmeisterin in drei verschiedenen Gewichtsklassen wäre. Ihre gute Freundin Christine Theiss, die ehemalige Kickbox-Queen, hatte das nie zur selben Zeit erreicht.

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10.03.2015 | 10:00 Uhr
Kickboxen

Julia Irmen auf Hattrick-Mission

Die Steko-Fighter Poskotin, Vecchio, Lang, Irmen, Haselbeck, Morina und Aladzic (v.l.).
Die Steko-Fighter Poskotin, Vecchio, Lang, Irmen, Haselbeck, Morina und Aladzic (v.l.).
Foto: Foto: Mchael Wilfling/ho

Die Münchner Kickboxerin will jetzt in der dritten Gewichtsklasse einen WM-Titel holen. „Ich habe im Training viel geschwitzt, gelitten und geblutet!“
München – Julia Irmen will den WM-Hattrick: Die 30-jährige Profi-Kickboxerin kann im Münchner Postpalast die erste Frau werden, die zeitgleich Weltmeisterin in drei verschiedenen Gewichtsklassen wäre. Ihre gute Freundin Christine Theiss, die ehemalige Kickbox-Queen, hatte das nie zur selben Zeit erreicht.

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Dafür muss die Polizistin mit dem Kampfnamen „The Cop“ am Donnerstag (Postpalast, Einlass 17.30 Uhr, Kabel 1 überträgt ab 23.55 Uhr) gegen die 22-jährige Mellony Geugjes aus den Niederlanden gewinnen. Und zuvor eine ihrer schwierigsten Aufgaben bewältigen: Gewicht machen. Denn die 30-jährige Irmen ist eine echte Naschkatze.
„Ich tue mich wirklich schwer, in der niedrigeren Gewichtsklasse zu kämpfen. Die Gefahr ist, dass ich an Physis verliere. Es wird bis zum Schluss ein Kampf sein, um das Gewicht 57,5 kg zu bringen“, sagte die Münchnerin, die normalerweise in der 60-Kilogramm-Klasse antritt. Deswegen musste sie während der Vorbereitung vom Gewicht runtergehen und dafür „die letzten Speckreserven noch einmal angreifen“.

„Ich habe im Training viel geschwitzt, gelitten und geblutet. Eine Niederlage wäre sehr enttäuschend“, sagte Irmen, die bereits im Januar mit dem Training begonnen hat. „Mellony hab’ ich mir im Vorfeld nicht angeschaut, damit ich mich nicht auf ihre Schwächen, sondern auf meine Stärken konzentriere. Mein Trainerteam um Mladen Steko hat ihre Schwachpunkte unbemerkt ins Training mit eingearbeitet.“
Geugjes gibt sich schon jetzt extrem kämpferisch. „Irmen hat noch nie gegen Niederländerinnen gekämpft. Wir sind die besten Kämpfer der Welt. Das wird sie im Ring spüren“, erklärte Geugjes.

Der Kampf gegen die ISKA-Weltmeisterin Geugjes findet im Rahmen der „Steko’s Fight Night“ im Postpalast statt: Dort hat Irmen erst im Dezember 2014 die Belgierin Anke van Gestel besiegt. „Jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf den Kampf und hoffe, dass ich mir den Titel dann holen werde“, sagt Irmen, „an etwas anderes denke ich gar nicht.“